Knigge für die Weltreligionen

FORUM stiftung mit einer aktuellen Frage: Wie miteinander umgehen? am Donnerstag 2.11.2017 um 19.30 Uhr

Prof. Johannes Lähnemann spricht beim FORUM stiftung mit Fragen und Informationen zum konstruktiven Umgang zwischen Menschen unterschiedlicher Religion und Kultur. Durch die Situation mit Flüchtlingen in unserem Land und mit dem populistischen Widerstand dagegen haben diese Fragen eine sehr aktuelle und brisante Qualität gewonnen. 

In vielen alltäglichen Situationen begegnen wir heute Menschen anderen Glaubens und anderer Kultur. In Schulen und Wartezimmern, auf Behörden, bei der Arbeit, in der Nachbarschaft oder auch bei einer Einladung im Freundeskreis. Allein die Muslime bilden inzwischen die drittgrößte Konfession in Deutschland. 

Begegnungen mit andersgläubigen Menschen lösen manchmal Konflikte aus, viel öfter aber Unsicherheit. Wie verhalte ich mich richtig? „Frohe Weihnachten!“ – auch für Juden oder Buddhisten? Oder besser wie in Amerika: „Good Seasons“? Das passt dann für alle. Wie begrüße ich eine muslimische Ehefrau? Was kommt auf den Tisch, wenn ich Gäste habe? Ich möchte nicht unhöflich sein und andere Menschen respektvoll behandeln. Worauf also sollte ich achten? Wie umgeht man Fettnäpfchen und Stolpersteine? Was sollten wir anerkennen und wofür sensibel sein? Und wo sind Grenzen? Wie weit darf Kritik gehen, ohne zu kränken? Und was ist nicht zu dulden? Was können wir miteinander teilen, wie unseren Horizont erweitern?

Wenn jemand in solchen Fragen kompetent ist, dann Johannes Lähnemann. Er hat sich nicht nur als Theologe an der Universität Nürnberg-Erlangen über Jahrzehnte hinweg mit den Weltreligionen beschäftigt; er verfügt auch über sehr viel praktische Erfahrung, die er auf Reisen und Begegnungen weltweit gesammelt hat, nicht zuletzt durch sein internationales Engagement in der „Weltkonferenz der Religionen für den Frieden“ (WCRP).

Johannes Lähnemann ist in dieser Gemeinde kein Unbekannter. Bis 1981 war er an der PH Lüneburg tätig und in dieser Zeit mit seiner ganzen Familie vielfältig in der reformierten Gemeinde aktiv. Immer wieder ist er auch später mit Vorträgen und Predigten bei uns zu Gast gewesen. 
Es ist eine besondere Freude, dass er nun für die Reihe FORUM stiftung gewinnen werden konnte.

Am Abend des 2. November (19.30 Uhr) gibt es einen sicherlich anregenden Vortrag, dazu ein musikalisches Rahmenprogramm und erfrischende Pausengetränke. Einen besonderen Akzent bekommt der Abend dadurch, dass auch einige Mitglieder der „interreligiösen Teerunde“ aus Lüneburg teilnehmen werden.

 

Mit der Gründung einer Stiftung in der Ev.-ref. Kirchengemeinde Lüneburg-Uelzen wurde 2011 eine neue nachhaltige Förderung kirchlicher Arbeit ermöglicht. Das Stiftungskapital wuchs seither deutlich. Gemeindeglieder und freundliche Unterstützer haben dafür viel Geld gegeben.

Bei der Stiftung geht es aber nicht nur um Geld. Sie folgt dem Grundgedanken, dass durch Teilen von Gaben und das Engagement vieler das gemeinsame Leben bereichert wird.
So ruft das Kuratorium eine Veranstaltungsreihe ins Leben, um dieses Anliegen zu verdeutlichen: das FORUM stiftung. Durch das FORUM stiftung soll etwas in die Gemeinde, in die Öffentlichkeit und an die vielen engagierten Förderer der Stiftung zurückgegeben werden.

Das FORUM stiftung bietet in Form einer Vortrags- und Podiumsreihe Raum für gesamtgesellschaftliche Fragen. Ebenso werden der Umgang mit lebenspraktischen Problemen, mit biographischen Umbrüchen oder Hilfestellungen zu konkreten Fragestellungen des Alltags aufgegriffen.

 

Zurück