Corona-Pandemie: Alle Gottesdienste und Veranstaltungen abgesagt

 

Die aktuelle Situation mit der Pandemie des Corona-Virus hat den Kirchenrat dazu bewogen, ab sofort alle Veranstaltungen, Aktivitäten und Gottesdienste in der Gemeinde abzusagen. Alles Menschenmögliche soll getan werden, um die Weiterverbreitung des Virus zu verlangsamen und - wo möglich - zu verhindern.

Es betrifft auch die Aktivitäten zu Karfreitag und Ostern und das geplante Konfirmandenseminar in den Osterferien.

Diese Maßnahme gilt mindestens bis zum 19. April. An diesem Datum soll die Lage beurteilt und eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob und in welchem Rahmen die Gottesdienste und Veranstaltungen wieder stattfinden können.
Wir empfehlen, auf Angebote von Fernsehgottesdiensten und anderen Medienkanälen zurückzugreifen.

Diese Entscheidung orientiert sich an den Empfehlungen des Robert Koch Instituts, der Bundesregierung und der Ev.-ref. Kirche.

Es ist dem Kirchenrat bewusst, dass insbesondere die Absage aller Gottesdienste und Angebote zu Ostern ein sehr einschneidender und schmerzhafter Schritt ist. Er besitzt eine hohe symbolische Tragweite.
Es bedeutet aber kein "Osterfasten" oder ein Ausfallen von Ostern.
Unser christlicher Glaube bezieht seine Kraft und seine Überzeugung aus der Auferstehung Jesu - die Osterbotschaft ist sein zentraler Ausgangspunkt - an jedem einzelnen Tag, nicht nur zu Ostern.

Für ungezählte Christen ist dieser Glaube die Kraftquelle, aus der heraus sie Verantwortung übernehmen, sich engagieren, anderen Menschen helfen.
Das ist jetzt in der ungewissen und unübersichtlichen Zeit der Pandemie nicht anders.

Jede und jeder kann aus diesem Glauben heraus jetzt sehr viel tun - in mancherlei Hinsicht gerade dadurch, etwas nicht zu tun.
Aber auch, indem die Situation mit Ruhe, einem begründeten Grundvertrauen und mit dem Gebrauch der Vernunft reflektiert wird.
Es besteht kein Grund zur Panik.
Aber es ist weise, mit Vorsicht und geschärftem Bewusstsein auf sich und auf andere aufzupassen.
Dieses Virus ist nicht wie eine normale Grippe. Es zeugt von Verantwortungsbewusstsein, Einsicht und realistischem Glauben, wenn man die Bedrohungslage ernst nimmt.
Die Pandemie konfrontiert mit Situationen, die seit vielen Jahren und etlichen Jahrzehnten nicht mehr zum Grundbestand der Lebenserfahrungen in Deutschland gehörten: Grenzen der Machbarkeit, grundlegende Unsicherheit, letzte Ungewissheit, weitreichendes Ungeschütztsein. Es braucht Zeit, umzuschalten und zu erkennen, wie sehr die bisherigen Lebensroutinen außer Kraft gesetzt sind.

Das Herunterfahren jeglicher direkter sozialer Kontakte könnte dazu führen, sich innerlich von körperlicher und sozialer Nähe zu anderen zu entfremden.
Es gibt viele Möglichkeiten, gerade jetzt Verbundenheit und Nähe zu zeigen - mit Telefonaten, mit elektronischen Nachrichten, mit Zeichen, wie man aneinander denkt, mit dem Gebet und der Fürbitte.
Wir Menschen sind soziale Wesen. Es tut uns gut, wenn wir merken, dass man an uns denkt.
Die Zeit, die Menschen für solche Zeichen des Mitgefühls und der Solidarität in dieser Situation einsetzen, ist vielleicht das besondere, das hoffnungsvolle österliche Zeichen in diesem Jahr.

 

 

 

 

   

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